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2012.02.20 16:24:54
Lothar Sohns

 

 

"Ihr macht alles kaputt!“

Diese Behauptung krönt derzeit alle Reden auf Veranstaltungen der Projektgegner,
Webbeiträge auf der Fanpage „Kein S21“ und anderer Publikationen. Aber stimmt das wirklich?

Dieser Blog räumt mit der Legende auf.

fluegel-tv (screenshot) am 20.02.2012, 16:15 Uhr

Das Baufeld für den Bahnhofstrog im mittleren Schlossgarten ist nun so ziemlich abgeräumt.
Protestcamp und Bäume sind gewichen und haben Platz gemacht für die Bauarbeiten. Betrachtet
man nur diesen kleinen Ausschnitt, könnte der schlecht informierte Betrachter tatsächlich einen
falschen Eindruck gewinnen. Aber die reale Situation muss gesamthaft betrachtet werden.

Mittlerer Schlossgarten (Baufeld und Gesamtfläche)

Die Grafik zeigt, dass lediglich ein Drittel des „Mittleren Schlossgartens“ das komplette Baufeld
für den Tiefbahnhofstrogs ausmacht. Noch deutlicher wird es, betrachten wir die Gesamtfläche des Schlossgartens und des angrenzenden Rosensteinparks.

rot umrahmt: das geräumte Baufeld

Das Gesamtareal des Schlossgartens mit rund 61 Hektar Fläche wird offiziell in
drei Teile unterteilt, die durch mit Fußgängerstegen überbrückte Straßen getrennt sind:

Der Obere Schlossgarten (ca. 14 Hektar) erstreckt sich vom Alten und Neuen Schloss
am Schlossplatz bis zur Höhe des Hauptbahnhofs. Zentral gelegen findet sich dort am
Eckensee Opern- und Schauspielhaus es Staatstheaters, die Kunsthalle und das
Haus des Landtags.

Im Mittleren Schlossgarten(ca. 19 Hektar) befindet sich das Carl-Zeiss-Planetarium,
der Landespavillon, die Ruine des Neuen Lusthauses, der Schlossgartensee mit dem
Café am See und ein großer Biergarten.

Der Untere Schlossgarten(ca. 28 Hektar) (Untere Anlagen) schließt sich an bis zu
den Mineralbädern in Berg nahe dem Cannstatter Neckarufer.

An seinem östlichen Ende – nahe dem Zoologisch-Botanischen Garten Wilhelma – geht
der Schlossgarten direkt in den Rosensteinpark über. Beide sind Bestandteil des
Stuttgarter „Grünen U“. Das so genannte Grüne U, ein "u-förmiger" Grünzug von
acht Kilometern Länge, erstreckt sich von den Schlossgärten bis zum Höhenpark Killesberg.

Auszurechnen, wie viel Parkfläche dem neuen Stuttgarter Hauptbahnhof zeitweise „geopfert“
werden muss ist Mathe, 2. Schuljahr.
Ein Drittel von 19 macht 6,333. 61 – 6,333 = 54,666. Nach Adam Riese verbleiben
während der Bauphase nahezu 90% des Schlossgartens (ohne den Rest des „Grünen U“)
vollständig erhalten.

Quod erat demonstrandum.

 

 



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